Verein für Hautkrebsforschung

Sprechstunde Doktor Stutz

14-05-2018 Hautkrebsforschung

Mein Kampf gegen Hautkrebs

Es hatte alles scheinbar so harmlos begonnen. Dann kam eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Marco Aeberli sagt, weshalb er trotz Ablegern im Gehirn zuversichtlich bleibt.

Vor sieben Jahren bemerkte ich am Hals einen dunklen Punkt in Grösse eines Stecknadelkopfes. In der Annahme, dass es sich um einen Mitesser handelt, drückte ich daran herum, jedoch öffnete sich die Pore nicht und der Punkt blieb, wie er war. In der Folge verhielt sich das Ganze über eine längere Zeit unauffällig, und erst einige Monate später hatte sich eine kleine Vergrösserung gebildet, die ich beim Rasieren immer wieder verletzte. Danach wuchs die Veränderung langsam aber stetig. Ich war jedoch nicht sonderlich besorgt. Doch meine Freunde rieten mir mit Nachdruck, zur Abklärung zu einem Arzt zu gehen. Immer noch überzeugt davon, dass es sich um einen Blutschwamm handelt, vereinbarte ich einen Termin beim Hausarzt, der mich an einen Dermatologen weiterleitete.

Krebszellen anstelle von Blutschwamm
Der erste Schreck kam, als ich sah, wie gross die entfernte Wucherung war. Doch der Dermatologe beruhigte mich. Auch er gehe davon aus, dass es sich um einen Blutschwamm handle. Um so grösser war der Schock, als man im Gewebe Krebszellen fand und auf Grund der Grösse der Wucherung eine Nachexzision mit einem grossen Sicherheitsabstand im Universitätsspital Zürich nötig wurde. Jedoch entdeckte ich einige Wochen später im selben Bereich bereits ein neues Knötchen, weshalb ich erneut unters Messer musste.

Trotz, oder gerade dank der Grösse des Unispitals wurde ich immer sehr gut betreut. Sowohl, pflegerisch als auch von der ärztlichen Seite. Durch die gute Vernetzung wurde der Kontakt mit der Dermatologischen Klinik und Prof. Dummer, welcher mit seinem Team an vorderster Front in der Forschung und Bekämpfung des Melanoms mitwirkt, hergestellt. Mir wurde angeboten, an einer laufenden Studie mit einem neuen Medikament auf Basis der Immuntherapie teilzunehmen. «Wenn es mir nicht hilft, dann wenigstens dem nächsten“, dachte ich und stimmte zu. Die Studie war mehrarmig, und man wurde einer Gruppe zugelost. Es gab eine Gruppe, welche das Medikament erhält und eine Vergleichsgruppe, welche konventionell mit der von mir gefürchteten Chemotherapie behandelt wurde. Erneut hatte ich Glück und wurde der Gruppe mit dem neuen Medikament zugelost.

Nebenwirkungen unangenehm aber hinnehmbar
Bald zeigten sich die ersten Erfolge, indem diverse Ableger schrumpften oder zumindest stabil blieben. Das hielt noch eine Weile an, bis zum kompletten Verschwinden der Metastasierungen. Die Nebenwirkungen waren in meinem Fall zwar unangenehm, aber – vor allem im Vergleich zur Chemo – hinnehmbar. Zu Beginn der Therapie konnte ich abgesehen von kurzen Absenzen meiner Arbeit weiterhin zu 100% nachgehen. Mit meiner eher technischen und nüchternen Sichtweise auf die Krankheit konnte ich alles lange Zeit ziemlich gut ertragen. Nicht zu unterschätzen sind jedoch die seelischen, sozialen und psychologischen Aspekte der Krankheit, welche mich immer wieder beschäftigen.

 

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Hautkrebspreis 2017

Skin Cancer Award

Es freut uns sehr, Ihnen mitzuteilen, dass der Verein für Hautkrebsforschung in Zusammenarbeit mit der Firma Pierre Fabre 2012 einen Forschungspreis für junge Wissenschaftler im Bereich Dermato-Onkologie ins Leben gerufen hat.

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    Written on Friday, 27 July 2018 09:17
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