Verein für Hautkrebsforschung - Skin Cancer Award

2. Schweizer Hautkrebspreis geht an Forscher Dr. med. et phil. nat. Christoph Schlapbach

06-09-2014

Dieses Jahr verleiht der Verein für Hautkrebsforschung zum zweiten Mal den Schweizer Hautkrebspreis „Pierre Fabre Skin Cancer Award“. Der geehrte Forscher ist Herr Dr. med. et phil. nat. Christoph Schlapbach von der Dermatologischen Universitätsklinik des Inselspitals Bern.

Der Verein für Hautkrebsforschung fördert die klinische und experimentelle Forschung bei Hautkrebserkrankungen in der Schweiz, insbesondere die Übertragung von Forschungsergebnissen auf die klinische Anwendung. Daneben setzt er sich für Information und Aufklärung der Öffentlichkeit im Rahmen der Früherkennung ein.

Die Firma Pierre Fabre investiert jährlich 20% des Reingewinns in die Forschung vor allem in die Krebsforschung. Deshalb hat sie zusammen mit dem Schweizer Verein für Hautkrebsforschung diesen Forschungspreis ins Leben gerufen, um Jungwissenschaftler in der Schweiz gezielt zu unterstützen und zu fördern. Der Preis wird jährlich jeweils anlässlich der Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (SGDV-SSDV) verliehen.

Der diesjährige Preisträger, Herr Dr. med. et phil. nat. Christoph Schlapbach, arbeitet in der Dermatologischen Abteilung des Inselspitals in Bern. Er interessiert sich sehr für die Rolle bestimmter weisser Blutkörperchen (T-Lymphozyten) bei der Bekämpfung von Krebs. Seit kurzem wissen wir, dass neue Medikamente, wie Antikörper gegen CTLA-4 oder PD-1 die Überlebenszeiten bei Patienten mit fortgeschrittenen Melanomen verlängern können, und in Einzelfällen sogar zum vollständigen Verschwinden von Melanommetastasen führen können. Diese neuen Medikamente beeinflussen die Aktivität von weissen Blutkörperchen, den sogenannten Lymphozyten. Es gibt nun eine ganze Reihe von verschiedenen Untergruppen von Lymphozyten, die jeweils verschiedene Funktionen übernehmen. Eine bestimmte Untergruppe, die sogenannten TH9 Lymphozyten kommen in der Nähe von schwarzen Hautkrebszellen besonders häufig vor. Diese Untergruppe wurde funktionell in Zusammenarbeit mit Forschungslaboratorien an der Harvard Universität in Boston untersucht. Herr Dr. Schlapbach plant nun in Zukunft die Rolle dieser Lymphozyten beim Melanom im Detail zu untersuchen.

Wir hoffen, dass damit das Verständnis der Immunantwort bei der Bekämpfung des Melanoms verbessert wird und wir möglicherweise auch Hinweise erhalten werden, welche Patienten vom Einsatz der neuen Immunmedikamente profitieren.

Der Verein für Hautkrebsforschung hat von Pierre Fabre (Suisse) SA eine langfristige Zusage zur jährlich wiederholten Stiftung des Schweizer Hautkrebspreises erhalten. Zur Evaluation der eingehenden Arbeiten wurde eine unabhängige internationale Jury ernannt, bestehend aus Prof. Celeste Lebbe, Hôpital St. Louis, Paris; Prof. Dr. Jürgen Becker, Universitätsklinik Graz und Prof. Antonio Costanzo, Universitätsklinik Rom. Wenn zwei Arbeiten ex aequo beurteilt werden, wird der Preis aufgeteilt. Bewerbungen erfolgen über die Angaben auf der Website (www.skincancer.ch).

Die Preisverleihung des Schweizer Hautkrebspreises 2014 wird am 05. September 2014 im festlichen Rahmen der Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (SGDV-SSDV) in Basel stattfinden.

Für weitere Informationen oder für ein Interview steht Ihnen
Prof. Dr. med Reinhard Dummer (Tel. 044 255 25 07 / This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.) gerne zur Verfügung.

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